Donnerstag, 22. September 2011

Ja, ich gebe zu, ich habe die ganze Sache mit dem Blog ein bisschen vernachlässigt. Dafür gebe ich mir nun umso mehr Mühe. Ich wohne nun seit mehr als zwei Wochen im Base Backpackers St Kilda, Melbourne. Seit ca. einer Woche gehöre ich offiziell zum Team des Hostels da ich als „Glassie“ in der Bar arbeite. Drei Nächte die Woche, das bezahlt mir momentan die Unterkunft und morgen habe ich ein Probearbeiten in einem Café am Strand. Wenn das klappt, habe ich erstmals alles um finanziell versorgt zu sein.
In den zwei Wochen habe ich im Hostel jede Menge Leute kennen gelernt, von denen mittlerweile aber viele schon weiter gereist oder nach zurück nach Hause geflogen sind. Es gibt einen festen Kern von „Longstayers“ mit denen man sich mit der Zeit anfreundet und an den freien Nachmittagen was unternimmt. Besonders gut verstehe ich mich mit Neil aus England ( er ist wahrscheinlich der einzige Engländer neben Jamie Oliver der wirklich gut kochen kann). 
Neil ist zwar mittlerweile in ein Appartment gezogen, aber das ist nur einen 5 – minütigen Fußmarsch vom Hostel entfernt.  Er arbeitet auch im gleichen Café in dem ich morgen mein Glück versuchen werde.
Ansonsten ist das Leben hier in St Kilda, entspannt wie auch unspektakulär. Der Strand ist zu Fuß ca. 5 Minuten entfernt, man kann jeden Tag irgendwas machen.
Nachdem ich die letzte Woche krank war, und die meiste Zeit mit lesen und rumliegen verbracht habe, bin ich jetzt wieder auf dem Damm und sollte das mit dem Job klappen, hätte ich einen richtigen Tagesablauf!! Yihaa!

Sobald ich mehr weiß, wegen dem Job, schreibe ich euch!
euer Felix

Sonntag, 4. September 2011

Es wird Zeit...

das ich euch aus Australien berichte!
Knapp eine Woche ist es nun her das ich in Melbourne gelandet bin. Ich muss sagen das der 14 h Flug und die Einreise in das gelobte Land reichlich unspektakulär verlaufen sind. Fliegen, landen, Pass vorzeigen, Gepäck vom Hund abschnüffeln lassen, fertig! Is son bisschen wie Maggi Fix: Tüte auf und lecker!! Quasi EinreiseMaggiFix am Fließband nur halt ohne das Fließband.

Kaum angekommen, schlug mir die australische lockere Lebensweise quasi schon ins Gesicht. Mein super entspannter Busfahrer "Justin" der mich für 16 Dollar vom Flughafen zur Southern Cross Station fuhr begann die Fahrt mit einem Kallauer der auf der gesamten Südhalbkugel seines gleichen sucht.
"Ladies and Gentleman, welcome on SkyBus, my name is Justin and it's my pleasure to drive you to Southern Cross Station today. Depending on the Melbourne traffic this can take us  from 20 minutes up to 5 months.". Haha. Brüller. Wär ich nicht so müde gewesen hätte ich vielleicht sogar gelacht.
Und das muss sich wohl auch der Rest vom Bus gedacht haben, denn niemand nahm auch nur Notiz von dem gut gemeinten Witz am Wegesrand.
Mag vielleicht auch daran liegen, das die Australier ihre iPhones noch mehr lieben als wir Deutschen. Grausam.

Mareike erwartete mich an der Southern Cross und brachte mich in das Haus ihrer Gastschwester Nicola in dem ich eine sehr unruhige und schlaflose Nacht verbrachte.
Die nächsten Tage waren ziemlich unspektakulär: Mareike hat mir die Stadt gezeigt, die ich ziemlich klasse finde!

Wir haben relativ viel mit den Leuten aus Nicolas WG rumgehangen, sind afghanisch essen gegangen und letzten Donnerstag auch was trinken (was hier ja relativ teuer ist). Am Freitag sind wir zu Mareikes ander Gastfamilie aufs Land gefahren. Die "Colemans" wohnen in Harcourt, das ungefähr zwei Zugstunden von Melbourne entfernt liegt.
Ja und hier bin ich momentan! Mitten auf dem Land, zwischen Pferden, Hühnern und Orangenbäumen fühle ich mich sehr wohl. Ich habe meinen eigenen kleinen Bereich außerhalb vom Haus (eine Art ausgebauter Schuppen), in dem ich schlafe und Gitarre spielen kann wann ich will. (Die habe ich mir hier auch schon zugelegt!). Es ist quasi das Paradies! Nachts so laut singen wie ich will! Das ist wahnsinnig super!

Hier werde ich meinen Lebenslauf schreiben und dann nächste Woche alleine wieder zurück nach Melbourne fahren um einen Job und ein Hostel zu finden. 

Bis dahin erstmal!

Euer Felix